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Kleines Siedlungshaus mit steilem Satteldach und Solarmodulen, im Garten Obstbaum und Gartenhaus
Solaranlagen mit Speicher

Lohnt sich Photovoltaik noch? Die Rechnung für ein Haus in Berlin

Ob sich Photovoltaik lohnt, entscheidet vor allem der Strom, den Sie selbst verbrauchen. Er kostet vom Dach rund 10 bis 15 ct je kWh, aus dem Netz 37,0 ct.

oder per E-Mail: kontakt@photovoltaik-anlage-berlin.de

Ob sich eine Solaranlage für Sie lohnt, hängt vor allem davon ab, wie viel ihres Stroms Sie selbst verbrauchen. Strom vom eigenen Dach kostet nach der Verbraucherzentrale rund 10 bis 15 ct je kWh (Stand 2. Juli 2026), Strom aus dem Netz im Schnitt 37,0 ct (BDEW, August 2026). Für eingespeisten Strom zahlt der Netzbetreiber dagegen 7,70 ct je kWh, wenn die Anlage zwischen dem 1. August und dem 31. Dezember 2026 in Betrieb geht.

Jede selbst genutzte Kilowattstunde ersetzt also Netzstrom, der ein Vielfaches der Vergütung kostet. Im Mittelpunkt der Rechnung steht deshalb der Eigenverbrauch, also der Teil des Solarstroms, den der Haushalt direkt oder über einen Speicher selbst nutzt.

Ein Jahr, ab dem sich die Anlage bezahlt gemacht hat, nennen wir nicht, weil es davon abhängt, wie sich Strompreis und Verbrauch über 20 Jahre entwickeln. Stattdessen rechnen wir ein Berliner Haus mit allen Annahmen durch, damit Sie dieselbe Rechnung mit Ihren Zahlen wiederholen können.

Was kostet Strom vom eigenen Dach?

Eine Kilowattstunde vom eigenen Dach kostet Sie rund 10 bis 15 ct, und das Fraunhofer ISE nennt für kleine Dachanlagen sogar 6 bis 14 ct (Stand 20. August 2026). Diese Stromgestehungskosten, also alle Kosten der Anlage geteilt durch den Strom, den sie in ihrer Lebenszeit erzeugt, liegen weit unter dem Netzpreis.

Die Tabelle stellt nebeneinander, was eine Kilowattstunde je nach Herkunft und Verwendung kostet oder einbringt.

Kilowattstunde Wert Quelle, Stand
Strom aus dem Netz, Haushalt mit 3.500 kWh im Jahr 37,0 ct BDEW, Neukundentarife, August 2026
Strom vom eigenen Dach rund 10 bis 15 ct Verbraucherzentrale, 02.07.2026
Stromgestehungskosten kleiner Dachanlagen 6 bis 14 ct Fraunhofer ISE, 20.08.2026
Vergütung bei Teileinspeisung, bis 10 kWp 7,70 ct Bundesnetzagentur, Inbetriebnahme 01.08. bis 31.12.2026
Vergütung bei Volleinspeisung, bis 10 kWp 12,22 ct Bundesnetzagentur, Inbetriebnahme 01.08. bis 31.12.2026

Netzstrompreis brutto mit anteiligem Grundpreis. Die Vergütungssätze gelten 20 Jahre plus den Rest des Jahres, in dem die Anlage in Betrieb geht (§ 25 Abs. 1 EEG).

Bei Teileinspeisung verbrauchen Sie selbst und speisen nur den Überschuss ein, bei Volleinspeisung geht der gesamte Strom ins Netz. Volleinspeisung bringt mehr je eingespeister Kilowattstunde, verzichtet aber auf die Ersparnis beim eigenen Verbrauch. Wer sie wählt, teilt das dem Netzbetreiber vor der Inbetriebnahme in Textform mit (§ 48 Abs. 2a EEG). Alle Sätze nach Größe und Zeitraum stehen im Ratgeber zur Einspeisevergütung 2026.

Beispielrechnung für ein Einfamilienhaus in Berlin

Im Beispiel spart eine Anlage mit 10 kWp und 10 kWh Speicher im ersten Jahr rund 1.200 € beim Strombezug und bringt rund 560 € Einspeisevergütung. Wie diese Zahlen entstehen, zeigt der Rechenweg mit allen Annahmen.

Beispiel. Ein Haushalt in Berlin verbraucht 4.000 kWh Strom im Jahr und hat weder Wärmepumpe noch E-Auto. Auf dem Süddach mit 35 Grad Neigung liegen 10 kWp Module, dazu kommt ein Speicher mit 10 kWh. Die Anlage geht zwischen dem 1. August und dem 31. Dezember 2026 in Betrieb und hat ein Smart Meter mit Steuerbox, sodass die 60-%-Grenze nicht greift.

Als Autarkiegrad, also den Anteil des Verbrauchs, den die Anlage deckt, ergibt der Unabhängigkeitsrechner der HTW Berlin für diesen Haushalt 81 %. Daraus folgt der Rechenweg in der Tabelle.

Schritt Rechnung Ergebnis Grundlage
Ertrag im Jahr 10 × 1.049 kWh je kWp rund 10.490 kWh PVGIS 5.3, Süd 35°, Abfrage 12.10.2026
selbst genutzt 81 % × 4.000 kWh rund 3.240 kWh HTW-Unabhängigkeitsrechner, eigene Nachrechnung
eingespeist 10.490 kWh − 3.240 kWh rund 7.250 kWh Differenz
gesparter Strombezug 3.240 kWh × 37,0 ct rund 1.200 € BDEW, August 2026
Einspeisevergütung 7.250 kWh × 7,70 ct rund 560 € Bundesnetzagentur, Satz bis 10 kWp

Werte für das erste Jahr. Die Anschaffung liegt nach Marktspannen bei 11.000 bis 15.000 € für die Anlage und 4.000 bis 8.000 € für den Speicher. Quellen sind co2online (März 2026) und Finanztip (28.05.2026), die Preise gelten mit 0 % Umsatzsteuer nach § 12 Abs. 3 UStG.

Diesen Werten stehen Anschaffung und laufende Kosten gegenüber. Für den Betrieb setzt das Fraunhofer ISE 1 bis 2 % der Investition im Jahr an. Bei dieser Größe zahlen Sie zudem für das Smart Meter höchstens 50 € und für die Steuerbox höchstens weitere 50 € im Jahr (§ 30 MsbG).

Wie lange es dauert, bis die Anschaffung wieder hereingekommen ist, rechnen Sie mit Ihren eigenen Zahlen. Dazu teilen Sie den Kaufpreis durch den jährlichen Wert aus Ersparnis und Vergütung, nachdem Sie die Betriebskosten abgezogen haben. Rechnen Sie dabei ein, dass die Module nach Messungen des Fraunhofer ISE rund 0,15 % Leistung im Jahr verlieren. Woraus sich der Kaufpreis zusammensetzt, zeigt der Ratgeber zu den Kosten einer PV-Anlage.

Lohnt sich ein Speicher?

Ein Speicher hebt den Anteil des Verbrauchs, den die Anlage deckt, deutlich an, im Beispielhaushalt von 37 % auf 81 %. Die Tabelle zeigt die Werte aus dem HTW-Unabhängigkeitsrechner für drei Haushalte.

Haushalt und Anlage Eigenverbrauch ohne / mit Speicher Autarkie ohne / mit Speicher
4.000 kWh, 5 kWp, Speicher 5 kWh 25 % / 54 % 32 % / 63 %
4.000 kWh, 10 kWp, Speicher 10 kWh 15 % / 35 % 37 % / 81 %
5.000 kWh, 10 kWp, Speicher 10 kWh 17 % / 41 % 36 % / 76 %

Eigene Nachrechnung mit den Tabellen des HTW-Unabhängigkeitsrechners, Lastprofil eines Einfamilienhauses ohne Wärmepumpe und E-Auto, Süddach mit 35 Grad Neigung. Eigenverbrauch meint den Anteil des Solarstroms, der im Haus bleibt.

Die Verbraucherzentrale kommt für ein typisches Einfamilienhaus zum selben Bild, mit 25 bis 30 % Autarkie ohne Speicher und bis zu 70 % mit Speicher. Dem stehen 400 bis 800 € je kWh für den Speicher gegenüber, und er hält nach ihren Angaben 10 bis 15 Jahre.

Für den Speicher zu einer neuen Anlage zahlt das Land Berlin über SolarPLUS bis zu 4.750 € (Richtlinie 2026). Welche Speichergröße zu Ihrem Haushalt passt, planen wir zusammen mit der Anlage, mehr dazu bei der Solaranlage mit Speicher.

Was die Rechnung verschiebt

Das Ergebnis hängt an einer Handvoll Größen, und jede lässt sich für Ihr Haus beziffern. Die Tabelle nennt sie mit den Werten, die wir in der Planung ansetzen.

Einflussgröße Wirkung Wert mit Quelle
Ausrichtung nach Osten und Westen weniger Ertrag je kWp Süd 35°: 1.049 kWh, Ost 10°: 867 kWh, West 10°: 860 kWh je kWp und Jahr (PVGIS)
Verschattung Bäume senken die Einstrahlung stark Berliner Dächer im Mittel 1.032 kWh je m², unter Wald bis hinunter auf 250 bis 300 kWh je m² (Umweltatlas Berlin)
Verbrauch am Tag mehr Eigenverbrauch, mehr Ersparnis ohne Speicher 20 bis 40 % Eigenverbrauch (Fraunhofer ISE)
Wärmepumpe zusätzlicher Verbrauch, vor allem im Winter Solarstrom deckt 20 bis 30 % von Haushalt und Wärmepumpe, mit Speicher bis 40 % (Verbraucherzentrale)
Anschaffungspreis jeder Euro mehr muss erst zurückfließen 1.100 bis 1.500 € je kWp ohne Speicher (co2online)
Strompreis höherer Preis, höhere Ersparnis 37,0 ct je kWh (BDEW, August 2026)
Einspeisevergütung sinkt für spätere Inbetriebnahmen Absenkung um 1 % alle sechs Monate (§ 49 EEG)
Alterung der Module etwas weniger Ertrag in jedem Jahr rund 0,15 % im Jahr (Fraunhofer ISE)

Am stärksten wirkt der Eigenverbrauch, weil jede selbst genutzte Kilowattstunde 37,0 ct statt 7,70 ct wert ist. Auch ein E-Auto, das tagsüber am Haus lädt, erhöht den Eigenverbrauch; wie stark, hängt von Fahrleistung und Ladezeiten ab. Dann gehört die Wallbox mit Überschussladen gleich mit in die Planung.

Den Ertrag für Ihre Dachrichtung finden Sie im Ratgeber Photovoltaik-Ertrag in Berlin. Wer sein Dach vorab selbst prüfen möchte, kann den Solarrechner des Landes Berlin unter solarrechner.berlin.de nutzen.

Einspeisevergütung ab 2027: der Entwurf

Für Anlagen, die bis zum 31. Dezember 2026 in Betrieb gehen, gilt das EEG 2023 mit fester Vergütung für 20 Jahre plus den Rest des ersten Jahres. Für spätere Anlagen berät der Bundestag einen Entwurf (Drucksache 21/7867, erste Lesung am 24. September 2026).

Danach sollen Anlagen unter 25 kW nur noch 5,2 ct je kWh bekommen, und das für 3 Jahre statt für 20. Die Bundesregierung plant außerdem, die Einspeisung kleiner und mittlerer Dachanlagen auf 50 % der Leistung zu begrenzen (Kabinettsbeschluss vom 29. Juli 2026). Beschlossen ist beides noch nicht, und die Inhalte können sich ändern.

Käme es so, würde der Eigenverbrauch für die Rechnung noch wichtiger, weil die Einspeisung geringer und kürzer vergütet würde. Wer seine Anlage noch 2026 in Betrieb nehmen möchte, spricht den Termin früh an. Der Netzbetreiber hat für seine Antwort bei Anlagen bis 30 kW bis zu einem Monat Zeit (§ 8 EEG).

Hand mit Schraubendreher an einem geöffneten Zählerschrank mit Sicherungen und Klemmen

Vor der Planung: Dach und Solarpflicht

Steht in den nächsten Jahren eine Dachsanierung an, gehört sie vor die Montage, denn sonst müssen die Module für die Arbeiten ab- und wieder aufgebaut werden. Bei einem wesentlichen Umbau des Dachs gilt in Berlin ohnehin die Solarpflicht, für Bestandsgebäude auf mindestens 30 % der Nettodachfläche (§ 4 Abs. 2 SolarG Bln). Was das im Einzelnen heißt, erklärt der Ratgeber zur Solarpflicht in Berlin.

Den Zustand des Dachs, die Verschattung durch Bäume oder Nachbarhäuser und den Zählerschrank sehen wir uns beim ersten Termin an. Diese Punkte fließen in die Rechnung ein, bevor Sie sich entscheiden. Liegt Ihnen neben dem Kaufangebot ein Mietangebot vor, hilft der Vergleich Solaranlage mieten oder kaufen weiter.

Ihre Zahlen statt unserer Annahmen

Für Ihre eigene Rechnung brauchen wir den Jahresverbrauch aus der letzten Stromrechnung, Ausrichtung und Neigung des Dachs und Ihre Pläne für Wärmepumpe, E-Auto oder Speicher. Mit dem PVGIS-Ertrag für Ihre Dachrichtung, dem Eigenverbrauch nach HTW und dem Strompreis nach BDEW rechnen wir dieselbe Tabelle wie im Beispiel für Ihr Haus.

Der erste Termin bei Ihnen oder per Video ist kostenlos. Schreiben Sie uns an kontakt@photovoltaik-anlage-berlin.de, und wenn Sie den Jahresverbrauch gleich mitschicken, bringen wir die Rechnung zum Termin mit. Im Formular können Sie dieselben Angaben eintragen.

Häufige Fragen

Lohnt sich Photovoltaik 2026 noch?

Für einen Haushalt, der einen guten Teil seines Solarstroms selbst nutzt, spricht vor allem der Preisabstand dafür. Strom vom eigenen Dach kostet rund 10 bis 15 ct je kWh, Netzstrom im Schnitt 37,0 ct (BDEW, August 2026). Wie groß der Vorteil für Ihr Haus ist, zeigt erst eine Rechnung mit Ihrem Verbrauch und Ihrem Dach.

Wie viel spart eine 10-kWp-Anlage im Jahr?

Im Beispiel mit 4.000 kWh Verbrauch und 10 kWh Speicher ersetzt die Anlage rund 3.240 kWh Netzstrom, bei 37,0 ct sind das rund 1.200 € im ersten Jahr. Für den eingespeisten Rest von rund 7.250 kWh kommen bei 7,70 ct rund 560 € hinzu. Mit anderem Verbrauch oder Dach ändern sich beide Werte.

Wann hat sich eine Photovoltaikanlage bezahlt gemacht?

Eine feste Jahreszahl nennen wir nicht, weil sie von Strompreis, Eigenverbrauch und dem Ersatz einzelner Teile abhängt. Sie können es mit Ihren Zahlen selbst rechnen, indem Sie die Anschaffung durch den jährlichen Wert aus Ersparnis und Vergütung nach Abzug der Betriebskosten teilen.

Lohnt sich ein Stromspeicher?

Ein Speicher hebt den Anteil Ihres Verbrauchs, den die Anlage deckt, deutlich an, im Beispiel mit 4.000 kWh und 10 kWp von 37 % auf 81 %. Dem stehen 400 bis 800 € je kWh Anschaffung und eine Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren gegenüber. Wie sich das für Sie rechnet, hängt davon ab, wie viel Strom Sie abends und nachts brauchen.

Wie viel Geld gibt es für eingespeisten Strom?

Bei Teileinspeisung zahlt der Netzbetreiber 7,70 ct je kWh und bei Volleinspeisung 12,22 ct, wenn die Anlage bis 10 kWp groß ist und zwischen dem 1. August und dem 31. Dezember 2026 in Betrieb geht. Der Satz gilt für 20 Jahre plus den Rest des ersten Jahres.

Was ändert sich 2027 bei der Einspeisevergütung?

Der Bundestag berät einen Entwurf, nach dem Anlagen unter 25 kW nur noch 5,2 ct je kWh für 3 Jahre bekommen sollen. Beschlossen ist das bisher nicht. Für Anlagen, die bis zum 31. Dezember 2026 in Betrieb gehen, gelten die heutigen Sätze.

Lohnt sich Photovoltaik auf einem Ost-West-Dach?

Ein Ost-West-Flachdach bringt in Berlin nach PVGIS 867 kWh je kWp auf der Ost- und 860 kWh auf der Westseite, ein Süddach mit 35 Grad Neigung 1.049 kWh. Dafür liefert die Ostseite schon am Morgen und die Westseite bis in den Abend, wenn im Haus oft am meisten verbraucht wird.

Wie viel Strom erzeugt eine Solaranlage in Berlin?

Auf einem Süddach mit 35 Grad Neigung erzeugt jedes kWp nach PVGIS rund 1.049 kWh im Jahr. Im Juni sind es 133 kWh je kWp, im Dezember dagegen 27 kWh. Eine Anlage mit 10 kWp kommt so auf rund 10.490 kWh im Jahr.

Lohnt sich Photovoltaik zusammen mit einer Wärmepumpe?

Die Anlage deckt nach der Verbraucherzentrale 20 bis 30 % des Stroms für Haushalt und Wärmepumpe, mit Speicher bis 40 %. Die Grenze setzt der Winter, denn dann läuft die Wärmepumpe am meisten und das Dach liefert am wenigsten. Jede Kilowattstunde vom Dach ersetzt trotzdem Strom aus dem Netz.

Welche Kosten gehören in die Rechnung?

In die Rechnung gehören die Anschaffung und für den Betrieb 1 bis 2 % davon im Jahr, so setzt es das Fraunhofer ISE an. Bei 7 bis 15 kW kommen das Smart Meter mit höchstens 50 € und die Steuerbox mit höchstens weiteren 50 € im Jahr hinzu (§ 30 MsbG). Speicher und Wechselrichter planen Sie für einen späteren Ersatz ein.

Zwei Paar Hände über einem Dachplan mit eingezeichneten Modulflächen, daneben ein Tablet
Unverbindlich, Antwort am nächsten Werktag

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