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Wärmepumpe neben einem modernen Einfamilienhaus mit Holzterrasse, auf dem Dach Solarmodule
Solaranlagen mit Speicher

PV-Anlage für die Wärmepumpe in Berlin: wie viel Strom vom Dach kommt

Eine PV-Anlage in Berlin liefert Strom für die Wärmepumpe, im Winter aber wenig. Laut Verbraucherzentrale deckt sie 20 bis 30 % des Stroms für Haushalt und Wärmepumpe, mit Speicher bis 40 %.

oder per E-Mail: kontakt@photovoltaik-anlage-berlin.de

Eine PV-Anlage auf einem Einfamilienhaus deckt laut Verbraucherzentrale ohne Speicher etwa 20 bis 30 % des Jahresstroms für Haushalt und Wärmepumpe zusammen, mit Speicher bis 40 % (Stand 10.03.2026). Die Grenze ergibt sich daraus, dass die Wärmepumpe den meisten Strom im Winter braucht, wenn die Module am wenigsten liefern.

Ein Berliner Süddach mit 35 Grad Neigung bringt nach PVGIS im Juni 133 kWh je kWp, im Dezember 27 kWh je kWp. Mit kWp ist die Nennleistung der Module gemeint, also ihre Leistung unter Normbedingungen. Mit diesen Werten rechnen wir jede Anlage für ein Haus mit Wärmepumpe vom Winter her.

Den erwarteten Stromverbrauch der Wärmepumpe im Jahr nennt Ihnen der Heizungsbetrieb, der sie auslegt. Mit diesem Wert und Ihrem Haushaltsstrom planen wir die Größe der PV-Anlage.

Wie viel Wärmepumpenstrom kann eine PV-Anlage decken?

Bezogen auf den gesamten Strom des Hauses sind es 20 bis 30 % ohne und bis 40 % mit Speicher. Für die Wärmepumpe allein nennt die Verbraucherzentrale keinen eigenen Wert. Wie hoch er ausfällt, hängt stark davon ab, wie gut das Haus gedämmt ist.

In einem sehr gut gedämmten Haus mit geringem Verbrauch liegt der Anteil laut Verbraucherzentrale höher. Ein unsaniertes Haus braucht dagegen im Winter viel Heizstrom, und den kann das Dach in diesen Monaten nur zum kleinen Teil liefern.

Bereitet die Wärmepumpe auch das Warmwasser, läuft sie im Sommer ebenfalls, dann meist mit Strom vom Dach. In den Übergangsmonaten im Frühjahr und Herbst überschneiden sich Heizbedarf und Solarstrom am stärksten.

Was ein Berliner Dach im Juni und im Dezember liefert

Die Tabelle zeigt den Ertrag je kWp für sechs Dachformen in Berlin, berechnet mit PVGIS 5.3 der EU-Kommission für den Standort Berlin-Mitte (Abfrage vom 12.10.2026).

Dach Jahr Juni Dezember
Süd, 45 Grad Neigung 1.049 kWh 126 kWh 30 kWh
Süd, 35 Grad Neigung 1.049 kWh 133 kWh 27 kWh
Süd, 25 Grad Neigung 1.026 kWh 136 kWh 24 kWh
Südost, 35 Grad Neigung 995 kWh 132 kWh 22 kWh
Ost-West-Flachdach, 10 Grad Neigung 863 kWh 133 kWh 12 kWh
waagerecht 870 kWh 134 kWh 11 kWh

Im Dezember liefert ein Süddach mit 35 Grad rund ein Fünftel seines Juni-Ertrags. Ein steileres Süddach mit 45 Grad bringt im Dezember etwas mehr und im Juni etwas weniger, über das Jahr gleich viel. Ein flaches Ost-West-Dach kommt im Dezember auf weniger als die Hälfte des Süddachs.

Die Werte gelten für frei aufgeständerte Module ohne Verschattung. Liegen die Module parallel auf dem Dach, ist der Ertrag etwas niedriger, weil sie wärmer werden. Den Jahresertrag nach Ausrichtung und Neigung für alle Berliner Dachformen finden Sie im Ratgeber zum Ertrag einer PV-Anlage in Berlin.

Wie groß sollte die PV-Anlage für eine Wärmepumpe sein?

Die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin nennt als Untergrenze 0,5 kWp je 1.000 kWh Jahresverbrauch, und mit Wärmepumpe rechnen wir deren Strom zum Verbrauch dazu. Kristalline Module brauchen dafür 5 bis 7 m² Dachfläche je kWp (Verbraucherzentrale).

Weil der Engpass im Winter liegt, bringt jede zusätzliche Modulfläche auch im Dezember mehr Strom. Wir planen deshalb meist mit der Fläche, die das Dach ohne Verschattung hergibt, und nutzen bei einem Satteldach zuerst die Südseite.

Läuft die Wärmepumpe schon über einen eigenen Zähler, steht ihr Verbrauch auf dessen Jahresabrechnung. Wie wir eine Anlage für Ein- und Zweifamilienhäuser zuschneiden, steht auf der Seite Photovoltaik fürs Einfamilienhaus in Berlin.

Brauche ich einen Stromspeicher für die Wärmepumpe?

Nötig ist er nicht, aber er hebt den Anteil des eigenen Solarstroms laut Verbraucherzentrale von 20 bis 30 % auf bis zu 40 %. Dafür verschiebt er Strom vom Tag in den Abend und die Nacht. Über mehrere trübe Wintertage hilft er wenig, denn an solchen Tagen wird er kaum voll.

Die Verbraucherzentrale rät, den Speicher so zu wählen, dass er den Strombedarf einer Nacht deckt. Als Faustregel nennt sie rund 1,5 kWh je 1.000 kWh Jahresverbrauch. Die HTW Berlin setzt zusätzlich eine Obergrenze von 1,5 kWh je kWp Anlagenleistung. Mit Wärmepumpe ergibt die Verbrauchsregel schnell einen großen Speicher, und die Grenze je kWp hält ihn im Verhältnis zur Anlage, die ihn tagsüber laden muss.

Kaufen Sie den Speicher zusammen mit einer neuen Anlage für ein Ein- oder Zweifamilienhaus oder ein Reihenhaus, zahlt SolarPLUS S dafür bis zu 4.750 € (Richtlinie 2026, Stand Oktober 2026). Wie man die Kapazität auf den eigenen Verbrauch abstimmt, erklärt der Ratgeber zur passenden Speichergröße, und den Einbau beschreibt die Seite Solaranlage mit Speicher.

Hand mit Schraubendreher an einem geöffneten Zählerschrank mit Sicherungen und Klemmen

Zähler, Tarif und Steuerung der Wärmepumpe

Was mit dem Solarstrom im Sommer passiert

Im Sommer erzeugt die Anlage mehr, als Haushalt und Wärmepumpe verbrauchen, und der Überschuss geht ins Netz. Für Anlagen bis 10 kWp, die vom 01.08. bis 31.12.2026 in Betrieb gehen, zahlt der Netzbetreiber bei Teileinspeisung, wenn also nur der Überschuss ins Netz geht, 7,70 ct/kWh. Die Vergütung läuft 20 Jahre und den Rest des Jahres der Inbetriebnahme (§ 25 Abs. 1 EEG).

In Viertelstunden mit negativem Börsenstrompreis bekommen neue Anlagen keine Vergütung (§ 51 EEG). Für Anlagen unter 100 kW greift diese Regel erst in dem Jahr, das auf den Einbau ihres Smart Meters folgt. Diese Zeiten werden am Ende des Vergütungszeitraums angehängt (§ 51a EEG).

Jede Kilowattstunde, die im Haus bleibt, ersetzt dagegen Netzstrom. Bereitet die Wärmepumpe mittags Warmwasser oder lädt ein Elektroauto an der Wallbox mit Strom vom Dach, bleibt mehr Solarstrom im Haus. Für Anlagen, die ab 2027 in Betrieb gehen, berät der Bundestag einen Entwurf (Drucksache 21/7867). Danach bekämen Anlagen unter 25 kW nur noch 5,2 ct/kWh für 3 Jahre, beschlossen ist das Gesetz aber noch nicht.

Balkon eines Altbaus mit zwei Solarmodulen am Geländer und Blumenkästen

Beispiel: 10 kWp auf einem Einfamilienhaus mit Wärmepumpe

Was wir für Ihr Haus mit Wärmepumpe planen

Grundlage ist der Gesamtverbrauch aus Haushalt und Wärmepumpe. Wir prüfen Dachflächen, Neigung und Verschattung, legen danach Anlage und Speicher aus und klären im Zählerschrank, wie die Wärmepumpe angeschlossen ist. Danach montieren wir, melden die Anlage über das Kundenportal von Stromnetz Berlin an und nehmen sie in Betrieb.

Für das erste Gespräch genügen Ihre letzte Stromrechnung, der erwartete Verbrauch der Wärmepumpe und zwei Fotos vom Dach. Schicken Sie die Unterlagen an kontakt@photovoltaik-anlage-berlin.de. Den ersten Termin, der kostenlos ist, können Sie auch über das Anfrageformular vereinbaren, und was wir darin besprechen, steht unter Photovoltaik-Beratung in Berlin.

Häufige Fragen

Wie viel Prozent des Wärmepumpenstroms kann eine PV-Anlage liefern?

Laut Verbraucherzentrale deckt eine PV-Anlage auf einem Einfamilienhaus ohne Speicher etwa 20 bis 30 % des Jahresstroms für Haushalt und Wärmepumpe zusammen. Mit Speicher sind es bis 40 %. Einen eigenen Wert nur für die Wärmepumpe nennt die Verbraucherzentrale nicht.

Warum liefert die PV-Anlage im Winter so wenig Strom für die Wärmepumpe?

Im Dezember steht die Sonne tief, und die Tage sind kurz. Ein Berliner Süddach mit 35 Grad Neigung bringt nach PVGIS im Dezember 27 kWh je kWp, im Juni dagegen 133 kWh je kWp. Die Wärmepumpe braucht aber gerade im Winter den meisten Strom.

Wie groß sollte die PV-Anlage bei einer Wärmepumpe sein?

Als Untergrenze nennt die HTW Berlin 0,5 kWp je 1.000 kWh Jahresverbrauch, wobei der Strom der Wärmepumpe mitzählt. Mehr Modulfläche hilft gerade im Winter, wenn das Dach wenig liefert. Deshalb nutzen wir in der Regel alle Dachflächen, die nicht verschattet sind.

Brauche ich einen Speicher, wenn ich eine Wärmepumpe habe?

Laut Verbraucherzentrale steigt der Anteil des eigenen Solarstroms mit Speicher von 20 bis 30 % auf bis zu 40 %. Nachts versorgt er die Wärmepumpe aber nur, wenn tagsüber die Sonne geschienen hat. Über trübe Wochen im Winter hilft er deshalb wenig.

Welche Dachausrichtung bringt im Winter den meisten Strom?

Von den Werten nach PVGIS für Berlin liefert ein Süddach mit 45 Grad im Dezember am meisten, nämlich 30 kWh je kWp. Ein Süddach mit 35 Grad kommt auf 27, ein Ost-West-Flachdach auf 12 kWh je kWp. Über das ganze Jahr liegen die beiden Süddächer gleichauf.

Kann die Wärmepumpe Solarstrom nutzen, wenn sie einen eigenen Zähler hat?

Das hängt vom Messkonzept ab, also von der Anordnung der Zähler im Zählerschrank. Hängt die Wärmepumpe am Haushaltszähler, nutzt sie Solarstrom wie jedes andere Gerät. Hat sie einen eigenen Zähler mit Wärmepumpentarif, klären wir vor der Planung, wie der Solarstrom sie erreicht.

Gilt die 60-Prozent-Grenze auch für den Strom der Wärmepumpe?

Nein, sie begrenzt nur den Strom, der ins Netz fließt, und zwar auf 60 % der Anlagenleistung, solange Smart Meter und Steuerbox fehlen (§ 9 Abs. 2 EEG). Was die Wärmepumpe im Haus verbraucht, zählt dabei nicht mit.

Gibt es Förderung für den Speicher zur Wärmepumpe?

Kaufen Sie den Speicher zusammen mit einer neuen PV-Anlage für ein Ein- oder Zweifamilienhaus oder ein Reihenhaus, zahlt SolarPLUS S dafür bis zu 4.750 € (Richtlinie 2026). Die Pauschale richtet sich nach der Leistung der Anlage, 250 € je kWp. Den Antrag stellen Sie online beim IBB Business Team.

Kann ich die PV-Anlage vor der Wärmepumpe bauen lassen?

Ja, wenn der spätere Verbrauch der Wärmepumpe schon in die Planung eingeht. Dann wählen wir Anlagengröße und Speicher so, dass sie auch mit Wärmepumpe passen. Den erwarteten Verbrauch nennt Ihnen der Heizungsbetrieb, der die Wärmepumpe auslegt.

Welche Unterlagen brauchen Sie für die Planung?

Hilfreich sind Ihre letzte Jahresstromrechnung, der erwartete oder gemessene Verbrauch der Wärmepumpe und Fotos von Dach und Zählerschrank. Mit diesen Angaben schätzen wir schon im ersten Gespräch die Größe der Anlage ein.

Zwei Paar Hände über einem Dachplan mit eingezeichneten Modulflächen, daneben ein Tablet
Unverbindlich, Antwort am nächsten Werktag

Ihre Photovoltaik-Anlage für Berlin

Schreiben Sie kurz, um welches Haus und welches Dach es geht. Fotos von Dach und Zählerschrank können Sie danach per E-Mail schicken — Rückmeldung am nächsten Werktag.

Lieber schreiben?

kontakt@photovoltaik-anlage-berlin.de

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