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Einfamilienhaus mit Solarmodulen in der Dämmerung, Licht in den Fenstern
Solaranlagen mit Speicher

Notstrom mit Photovoltaik: was die Anlage bei Stromausfall liefert

Bei Stromausfall liefert eine PV-Anlage nur Strom, wenn Speicher und Wechselrichter dafür ausgelegt sind. Der Aufpreis dafür liegt bei rund 1.000 bis 2.000 €.

oder per E-Mail: kontakt@photovoltaik-anlage-berlin.de

Eine Photovoltaikanlage liefert bei einem Stromausfall nur dann Strom im Haus, wenn Speicher und Wechselrichter dafür ausgelegt sind und eine Umschaltung eingebaut ist. Für diese Not- oder Ersatzstromfunktion nennt die Verbraucherzentrale Niedersachsen einen Aufpreis von rund 1.000 bis 2.000 € zum Speichersystem (Stand 2024).

Fehlt diese Ausstattung, schaltet die Anlage bei Netzausfall ab, auch wenn die Sonne scheint und der Speicher voll ist. Notstrom versorgt einzelne Geräte an einer eigenen Steckdose, Ersatzstrom das Hausnetz oder einen Teil davon. Welche der beiden Lösungen Sie wollen, sollten Sie vor dem Kauf des Speichers festlegen, weil sich danach die Wahl der Geräte richtet.

Warum schaltet eine PV-Anlage bei Stromausfall ab?

Ein gewöhnlicher Wechselrichter, also das Gerät, das den Gleichstrom der Module in Wechselstrom für das Haus umwandelt, speist nur ein, solange am Netz Spannung anliegt. Fällt das Netz aus, trennt er die Anlage vom Netz, und zwar auch bei vollem Sonnenschein.

So verlangt es die Anschlussregel VDE-AR-N 4105, die bei Stromnetz Berlin für Anlagen unter 135 kW gilt. Sie soll verhindern, dass Hausanlagen Strom in eine abgeschaltete Leitung schicken, an der Monteure des Netzbetreibers arbeiten. Eine Anlage ohne Speicher liefert deshalb keinen Strom ins Haus, bis das Netz wieder da ist, und danach speist der Wechselrichter wieder ein.

Damit im Haus trotzdem Strom fließt, braucht es nach dem Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) einen Batteriespeicher und einen Wechselrichter, der selbst ein Stromnetz mit eigener Frequenz bilden kann. Diese Betriebsart heißt Inselbetrieb, weil das Haus dann getrennt vom öffentlichen Netz läuft.

Weißer Batteriespeicher und Wechselrichter an der Wand eines Hauswirtschaftsraums neben Waschmaschine und Trockner

Notstrom und Ersatzstrom: was ist der Unterschied?

Notstrom versorgt einzelne Geräte über eine eigene Steckdose, und umgeschaltet wird von Hand. Ersatzstrom trennt das Haus beim Netzausfall selbsttätig vom Netz und versorgt die Stromkreise im Haus weiter aus dem Speicher.

Die Tabelle stellt beide Lösungen nach den Beschreibungen von BSW-Solar (Februar 2026), Verbraucherzentrale (Juli 2026) und HTW Berlin (März 2026) gegenüber.

Notstrom Ersatzstrom
Was versorgt wird einige wenige Geräte an einer Notstromsteckdose oder einem eigenen Stromkreis eine Phase des Hausnetzes oder das ganze Hausnetz
Umschaltung von Hand, die Geräte werden umgesteckt selbsttätig, mit kurzer Unterbrechung
Nötige Technik Batteriespeicher und Wechselrichter mit Inselbetrieb, Notstromsteckdose Batteriespeicher, inselfähiger Batteriewechselrichter und Netztrennung (Netztrennschalter, Backup-Switch oder Backup-Controller)
Geräte im Haus nur, was an der Steckdose steckt alles am versorgten Netz, bis zur Leistungsgrenze des Wechselrichters
Einbau Steckdose am Speicher oder Wechselrichter, bei eigenem Stromkreis auch in der Verteilung Netztrennung im oder am Zählerschrank

Notstrom genügt, wenn bei Netzausfall vor allem Kühlschrank, eine Lampe und der Router laufen sollen. Ersatzstrom passt, wenn fest angeschlossene Geräte wie die Steuerung und Umwälzpumpe einer Gasheizung weiterlaufen sollen, ohne dass jemand ein Kabel umsteckt.

Eine unterbrechungsfreie Versorgung, bei der beim Umschalten nicht einmal kurz der Strom weg ist, kostet laut Verbraucherzentrale mehr. Sie kommt in Frage, wenn ein Gerät im Haus auch die kurze Pause beim Umschalten nicht verträgt.

Wie viel Leistung liefert ein Speicher im Ersatzstrombetrieb?

In der Stromspeicher-Inspektion 2026 der HTW Berlin lieferten die einphasigen Systeme im Ersatzstrombetrieb 4,6 bis 7,3 kW, das dreiphasige Gerät 12,5 kW. Alle getesteten Systeme können Ersatzstrom, brauchen dafür aber Zusatzteile wie einen Netztrennschalter, einen Backup-Switch oder einen Backup-Controller.

Die Angabe in kW beschreibt die Leistung, die der Wechselrichter gleichzeitig abgeben kann. Wie lange der Strom reicht, hängt dagegen von der Kapazität des Speichers in kWh ab.

Ausführung Leistung im Ersatzstrombetrieb (HTW Berlin, 2026) Was am Ersatzstrom hängen kann
einphasig 4,6 bis 7,3 kW Stromkreise an einer Phase, etwa Licht, Kühlschrank, Heizungssteuerung und einzelne Steckdosen
dreiphasig 12,5 kW alle drei Phasen des Hausnetzes, auch Geräte mit Drehstromanschluss

Der Hausanschluss hat drei Phasen, und auf sie sind die Stromkreise im Haus verteilt. Ein einphasiger Ersatzstrom versorgt nur die Stromkreise an einer davon, und Geräte mit Drehstromanschluss wie Herd, Durchlauferhitzer oder viele Wärmepumpen bleiben dann aus.

Auch beim dreiphasigen System gilt die Grenze des Wechselrichters. Laufen mehrere große Verbraucher gleichzeitig, schaltet das System zum Schutz ab, und deshalb legen wir mit Ihnen fest, welche Stromkreise am Ersatzstrom hängen.

Wie lange reicht der Speicher bei Netzausfall?

Was kostet Notstrom oder Ersatzstrom?

Für die Funktion selbst nennt die Verbraucherzentrale Niedersachsen 1.000 bis 2.000 € Aufpreis zum Speichersystem (Stand 2024). Wo der Preis innerhalb der Spanne liegt, hängt davon ab, ob das System eine Phase oder alle drei versorgt.

Dazu kommt der Speicher, ohne den es weder Notstrom noch Ersatzstrom gibt. Für einen Speicher mit 10 kWh nennt Finanztip inklusive Installation 4.000 bis 7.000 € (Stand 28.05.2026). Auf Speicher und deren Montage an Wohnhäusern fällt keine Umsatzsteuer an (§ 12 Abs. 3 UStG).

Im Angebot sollte die Funktion als eigener Posten stehen, mit den Bauteilen für die Umschaltung und den Arbeiten am Zählerschrank. Dann sehen Sie, was der Speicher kostet und was die Not- oder Ersatzstromfunktion. Was Module, Speicher und Montage zusammen kosten, steht im Ratgeber zu den Kosten einer Photovoltaikanlage.

Was kostet es bei Ihnen?

Die Zahlen oben sind Richtwerte. Was es bei Ihnen kostet, sagen wir Ihnen nach einem kurzen Gespräch.

Lässt sich Ersatzstrom an einer bestehenden Anlage nachrüsten?

Ja, mit einem Speichersystem, das Ersatzstrom kann, und der passenden Netztrennung. Läuft schon ein Speicher ohne diese Funktion, hängt es vom Gerät ab, ob der Hersteller ein Zusatzteil anbietet.

Hat die Anlage noch keinen Speicher, lässt sich ein AC-gekoppelter Speicher ergänzen, also einer mit eigenem Batteriewechselrichter auf der Wechselstromseite. Kann dieser Batteriewechselrichter ein Inselnetz bilden, versorgt er das Haus bei Netzausfall aus der Batterie. Ob dabei auch die vorhandenen Module weiter Strom liefern, hängt vom Zusammenspiel mit dem alten Wechselrichter ab.

Das prüfen wir vor dem Angebot anhand der Datenblätter beider Geräte. Welche Kopplung zu Ihrer Anlage passt und wie der Einbau abläuft, steht unter Stromspeicher nachrüsten in Berlin.

Was wir bei Planung und Einbau übernehmen

Im ersten Termin klären wir, welche Geräte bei Netzausfall laufen sollen, und wählen danach Notstrom oder Ersatzstrom, einphasig oder dreiphasig. Wir prüfen, ob im Zählerschrank Platz für die Netztrennung ist, und erneuern ihn, wenn er zu klein ist oder nicht mehr den Regeln entspricht.

Danach bauen wir Speicher, Wechselrichter und Umschaltung ein, ordnen die gewünschten Stromkreise zu und testen die Umschaltung bei der Inbetriebnahme. Bei einer neuen Anlage planen wir Module, Speicher und Ersatzstrom zusammen, wie auf der Seite Solaranlage mit Speicher in Berlin beschrieben.

Heizt das Haus mit einer Wärmepumpe, entscheiden wir gemeinsam, ob sie am Ersatzstrom hängen soll. Ist sie dreiphasig angeschlossen, braucht es dafür ein dreiphasiges System mit genug Leistung, und wie die PV-Anlage für diesen Fall ausgelegt wird, erklärt der Ratgeber PV-Anlage für die Wärmepumpe.

Beispiel: Einfamilienhaus mit 10 kWp und Ersatzstrom

Beispiel. Angenommen, Ihr Einfamilienhaus in Berlin verbraucht 4.000 kWh Strom im Jahr, heizt mit Gas und hat ein Süddach mit 35 Grad Neigung. Geplant sind 10 kWp, ein Speicher mit 10 kWh nutzbarer Kapazität und ein einphasiger Ersatzstrom für Licht, Kühlschrank, Router und Heizung.

Das Süddach bringt nach PVGIS rund 10.490 kWh Solarstrom im Jahr (10 × 1.049 kWh je kWp). Für den Speicher nennt Finanztip 4.000 bis 7.000 €, und für den Ersatzstrom kommen nach der Verbraucherzentrale Niedersachsen 1.000 bis 2.000 € hinzu.

Fällt das Netz aus, versorgt der Speicher die gewählten Stromkreise mit der Leistung seines Wechselrichters, bei den einphasigen Systemen im HTW-Test 4,6 bis 7,3 kW. Bei normalem Verbrauch von rund 11 kWh am Tag wäre ein voller Speicher nach knapp einem Tag leer. Mit Licht, Kühlschrank und Heizung allein hält er deutlich länger.

Lädt das System im Inselbetrieb nach, kommen an einem durchschnittlichen Dezembertag rund 9 kWh vom Dach dazu (10 × 27 kWh geteilt durch 31). An einem Junitag sind es rund 44 kWh (10 × 133 kWh geteilt durch 30). Ob Ihr System das kann, steht im Datenblatt, und wir prüfen es vor dem Angebot.

Elektroauto lädt an einer Wallbox an der Garagenwand, dahinter ein Hausdach mit Solarmodulen

Ersatzstrom für Ihr Haus planen

Schreiben Sie uns, welche Geräte bei Netzausfall laufen sollen, und legen Sie ein Foto vom Zählerschrank und die letzte Stromrechnung bei. Daraus ergibt sich, ob Notstrom genügt oder Ersatzstrom passt und ob im Zählerschrank Platz für die Umschaltung ist. Die Mail geht an kontakt@photovoltaik-anlage-berlin.de, und über das Formular können Sie die Fotos gleich anhängen. Den ersten Termin, vor Ort oder per Video, berechnen wir nicht.

Häufige Fragen

Funktioniert eine PV-Anlage bei Stromausfall?

Ohne Speicher und ohne passenden Wechselrichter nicht. Der Wechselrichter trennt die Anlage bei Netzausfall vom Netz, auch wenn die Sonne scheint. Strom im Haus gibt es dann nur mit einem Speichersystem, das Not- oder Ersatzstrom kann.

Was ist der Unterschied zwischen Notstrom und Ersatzstrom?

Beim Notstrom hängen einzelne Geräte an einer eigenen Steckdose am Speicher oder Wechselrichter, und umgeschaltet wird von Hand. Beim Ersatzstrom trennt sich das Haus selbsttätig vom Netz, und die Stromkreise im Haus oder ein Teil davon laufen aus dem Speicher weiter.

Was kostet eine Notstromfunktion für die PV-Anlage?

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen nennt einen Aufpreis von 1.000 bis 2.000 € zum Speichersystem (Stand 2024). Wo der Preis innerhalb der Spanne liegt, hängt davon ab, ob eine Phase oder alle drei versorgt werden. Eine unterbrechungsfreie Lösung kostet mehr.

Wie viel Leistung liefert ein Speicher im Ersatzstrombetrieb?

In der Stromspeicher-Inspektion 2026 der HTW Berlin lieferten die einphasigen Systeme 4,6 bis 7,3 kW und das dreiphasige 12,5 kW. Mehr Leistung, als der Wechselrichter abgibt, steht im Haus nicht zur Verfügung, auch bei vollem Speicher.

Was bedeutet Inselbetrieb bei einer Solaranlage?

Im Inselbetrieb ist das Haus vom öffentlichen Netz getrennt und wird nur aus Speicher und Modulen versorgt. Dafür braucht es einen Wechselrichter, der selbst ein Stromnetz mit eigener Frequenz bilden kann, und einen Batteriespeicher.

Läuft die Wärmepumpe bei Stromausfall mit Ersatzstrom weiter?

Nur wenn sie am Ersatzstromnetz hängt und der Wechselrichter genug Leistung abgibt. Viele Wärmepumpen sind an alle drei Phasen angeschlossen, und dafür reicht ein einphasiger Ersatzstrom nicht. Das klären wir bei der Planung anhand des Datenblatts.

Kann ich Notstrom oder Ersatzstrom nachrüsten?

Bei vielen Speichersystemen geht das mit einem Zusatzteil des Herstellers, etwa einem Backup-Switch, und einer Umschaltung am Zählerschrank. Ob Ihr Gerät dafür vorgesehen ist, steht im Datenblatt. Hat die Anlage noch keinen Speicher, wird zuerst ein ersatzstromfähiger Speicher nachgerüstet.

Lädt der Speicher bei Stromausfall aus den Modulen nach?

Das hängt nach dem Bundesverband Solarwirtschaft vom System ab. Kann es im Inselbetrieb nachladen, reicht der Strom an sonnigen Tagen deutlich länger. Ein Berliner Süddach mit 10 kWp liefert nach PVGIS im Juni im Schnitt rund 44 kWh am Tag, im Dezember rund 9 kWh.

Sollte ich im Speicher eine Reserve für den Netzausfall freihalten?

Bei vielen Systemen lässt sich eine Reserve einstellen, die nur bei Netzausfall genutzt wird. Ohne Reserve kann der Speicher nachts oder im Winter leer sein, wenn das Netz ausfällt. Was Sie zurückhalten, fehlt dafür beim Eigenverbrauch im Alltag.

Brauche ich für Ersatzstrom einen neuen Zählerschrank?

Nicht in jedem Fall, aber die Netztrennung braucht Platz im oder neben dem Zählerschrank. Ist der Schrank zu klein oder entspricht er nicht mehr den Regeln, erneuern wir ihn. Das sehen wir uns im ersten Termin an.

Zwei Paar Hände über einem Dachplan mit eingezeichneten Modulflächen, daneben ein Tablet
Unverbindlich, Antwort am nächsten Werktag

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