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Hände legen zwei geschlossene Angebotsmappen nebeneinander, daneben ein Taschenrechner
Solaranlagen mit Speicher

Photovoltaik-Angebot prüfen: welche Posten drinstehen und was sie kosten dürfen

Ein Photovoltaik-Angebot prüfen Sie über den Preis je kWp und die Liste der Posten. Ohne Speicher gelten nach Finanztip höchstens 1.600 € je kWp als angemessen.

oder per E-Mail: kontakt@photovoltaik-anlage-berlin.de

Ein Angebot für eine Solaranlage ohne Speicher sollte nach der Faustregel von Finanztip höchstens 1.600 € je kWp kosten, mit Speicher höchstens 2.200 € je kWp (Stand 28. Mai 2026). Den Preis je kWp erhalten Sie, indem Sie den Gesamtpreis durch die Leistung der Module teilen. Ebenso wichtig ist, dass jeder Posten einzeln im Angebot steht, denn nur so lassen sich zwei Angebote nebeneinanderlegen.

Ein niedriger Gesamtpreis sagt wenig, solange nicht klar ist, ob Gerüst, Zählerschrank und Anmeldung darin enthalten sind. Gehen Sie das Angebot deshalb Zeile für Zeile durch und notieren Sie, was fehlt oder unklar bleibt. Diese Punkte klären Sie mit dem Anbieter, bevor Sie unterschreiben.

Wie rechne ich den Preis je kWp aus?

Sie teilen den Gesamtpreis durch die Modulleistung in kWp, die jedes Angebot nennen sollte. Kilowatt Peak, abgekürzt kWp, ist die Leistung der Module unter genormten Testbedingungen.

Steht ein Speicher im Angebot, rechnen Sie zweimal. Den Gesamtpreis je kWp vergleichen Sie mit den 2.200 € von Finanztip, den Speicherpreis je kWh nutzbarer Kapazität mit der Faustregel von höchstens 600 € je kWh.

Beispiel. Ein Angebot nennt 10 kWp Module und einen Speicher mit 10 kWh nutzbarer Kapazität für zusammen 22.000 €, davon 7.000 € für den Speicher. Angenommen ist, dass alle Posten der Prüfliste enthalten sind und die Anlage auf einem Wohnhaus steht, sodass keine Umsatzsteuer anfällt.

Rechenschritt Rechnung Ergebnis Faustregel Finanztip
Gesamtpreis je kWp 22.000 € ÷ 10 kWp 2.200 € je kWp höchstens 2.200 € je kWp mit Speicher
Anlage ohne Speicher je kWp 15.000 € ÷ 10 kWp 1.500 € je kWp höchstens 1.600 € je kWp
Speicher je kWh 7.000 € ÷ 10 kWh 700 € je kWh höchstens 600 € je kWh

Endpreise mit Montage, Umsatzsteuer 0 % nach § 12 Abs. 3 UStG. Vergleichswerte sind die Faustregeln von Finanztip mit Stand 28.05.2026.

Insgesamt liegt das Angebot genau an der Obergrenze, die Anlage für sich darunter und der Speicher darüber. Hier lohnt die Frage, warum der Speicher mehr kostet, oder ein zweites Angebot für diesen Posten.

Bei kleinen Anlagen liegt der Preis je kWp oft über der Faustregel, ohne dass am Angebot etwas falsch ist. Im Preisindex der Verbraucherzentrale kosten Anlagen mit 4 bis 6 kWp im Mittel 2.090 € je kWp (Stand 28. August 2026), und warum das so ist, erklärt der Ratgeber zu den Kosten einer Solaranlage.

Was kostet es bei Ihnen?

Die Zahlen oben sind Richtwerte. Was es bei Ihnen kostet, sagen wir Ihnen nach einem kurzen Gespräch.

Diese Posten gehören in ein Berliner Angebot

Ein vollständiges Angebot nennt jedes Bauteil mit Typ und Menge und jede Arbeit mit ihrem Umfang. Die Tabelle zeigt, worauf Sie je Posten achten und welche Frage Sie dem Anbieter stellen können.

Posten Worauf Sie achten Frage an den Anbieter
Module Anzahl, Leistung je Modul, Gesamtleistung in kWp Wie lange und auf wie viel Prozent der Anfangsleistung gilt die Leistungsgarantie?
Wechselrichter Leistung in kW, Hersteller, Garantiedauer Wie lange gilt die Herstellergarantie?
Speicher nutzbare Kapazität in kWh, Garantie mit Restkapazität Ist die genannte Kapazität nutzbar oder brutto?
Unterkonstruktion Dachart, Befestigung, auf dem Flachdach Ballast oder Verankerung Wurde die Tragfähigkeit des Dachs geprüft?
Gerüst Aufbau, Standzeit, Abbau Ist das Gerüst vollständig im Preis enthalten?
Elektroarbeiten Kabelweg vom Dach bis zum Zählerschrank Welche Arbeiten im Haus sind enthalten?
Zählerschrank Prüfung, gegebenenfalls Erneuerung als eigener Posten Muss der Schrank erneuert werden, und was kostet das?
Anmeldung Stromnetz Berlin über das Kundenportal, Marktstammdatenregister Wer meldet an, und wer trägt die Anlage ins Register ein?
Messung und Steuerung Smart Meter bei mehr als 7 kW, Steuerbox, Einspeisegrenze Wie hält die Anlage die 60-%-Grenze ein, bis das Smart Meter arbeitet?
Abstand zur Brandwand mindestens 0,50 m bei Doppel- und Reihenhaus Ist der Abstand im Belegungsplan eingezeichnet?
Inbetriebnahme Messprotokoll, Einweisung, Zugang zur Ertragsanzeige Bekomme ich Protokoll und Zugangsdaten schriftlich?
Zahlungsplan Abschläge, Schlusszahlung Wird die letzte Rate erst nach der Abnahme fällig?

Fehlt ein Posten, kann er an anderer Stelle eingerechnet sein, oder er kommt später als Nachtrag. Fragen Sie nach und lassen Sie sich die Antwort schriftlich geben, damit sie Teil des Vertrags wird.

Garantien und gesetzliche Mängelansprüche

Mängelansprüche haben Sie nach dem Gesetz gegen den Betrieb, der die Anlage gebaut hat; eine Garantie gibt dagegen der Hersteller freiwillig für sein Produkt. Beide bestehen unabhängig voneinander, und im Angebot sollte stehen, welche Garantie für welches Teil gilt.

Für Mängelansprüche aus einem Werkvertrag gelten 2 Jahre bei einer Sache und 5 Jahre bei einem Bauwerk (§ 634a BGB). Beide Fristen laufen ab der Abnahme, also ab dem Tag, an dem Sie die Arbeit als vertragsgemäß annehmen. Welche Frist eine Solaranlage auf Ihrem Dach betrifft, hängt vom Vertrag und vom Einzelfall ab.

Die Herstellergarantien unterscheiden sich je Bauteil deutlich, wie die üblichen Werte zeigen.

Bauteil Übliche Herstellergarantie Quelle, Stand
Module Leistung 25 bis 30 Jahre auf 80 bis 90 % der Anfangsleistung Finanztip, 30.07.2026
Wechselrichter in der Regel höchstens 10 Jahre Finanztip, 30.07.2026
Speicher 10 bis 12 Jahre, Restkapazität am Ende 60 bis 80 % HTW Berlin, Stromspeicher-Inspektion 2026, 8 Systeme

Lesen Sie bei jeder Garantie nach, wer sie gibt, ab wann sie läuft und was sie im Schadensfall ersetzt. Manche Hersteller geben auf Speicher eine Zeitwertersatzgarantie, also Ersatz zum Zeitwert, wenn das Gerät in der Garantiezeit ausfällt.

Ist mein Angebot zu teuer?

Liegt der Preis je kWp ohne Speicher deutlich über 1.600 €, fragen Sie nach dem Grund, bevor Sie das Angebot verwerfen. Mehr Aufwand entsteht zum Beispiel bei einem Flachdach mit Aufständerung, bei einem langen Kabelweg durch einen Altbau oder bei einem Haus unter Denkmalschutz.

Als Marktspanne für Dachanlagen ohne Speicher nennt co2online 1.100 bis 1.500 € je kWp, Finanztip hält 1.000 bis 2.000 € für üblich. Ein auffällig niedriger Preis braucht dieselbe Prüfung, denn dann fehlt unter Umständen ein Posten, der später nachberechnet wird.

Der Speicher im Angebot

Beim Speicher zählt die nutzbare Kapazität, also die Strommenge, die er tatsächlich abgeben kann. Steht im Angebot nur eine Bruttokapazität, fragen Sie nach dem nutzbaren Wert und rechnen mit ihm den Preis je kWh.

Ob die Größe zur Anlage passt, zeigen zwei Obergrenzen der HTW Berlin: höchstens 1,5 kWh je kWp und höchstens 1,5 kWh je 1.000 kWh Jahresverbrauch. Heimspeicher kommen nach der Verbraucherzentrale NRW auf 200 bis 250 Vollzyklen im Jahr, also vollständige Lade- und Entladevorgänge. Ein zu groß gewählter Speicher wird entsprechend seltener ganz genutzt. Wie Sie die Größe für Ihren Haushalt bestimmen, steht im Ratgeber Welche Speichergröße passt?.

Soll SolarPLUS den Speicher zu einer neuen Anlage fördern, braucht er 10 Jahre Zeitwertersatzgarantie, und den Antrag stellen Sie besser vor der Unterschrift, sonst tragen Sie das Risiko, leer auszugehen.

Anmeldung, Smart Meter und Einspeisegrenze

Die Anmeldung bei Stromnetz Berlin, dem Netzbetreiber im ganzen Stadtgebiet, reicht ein dort eingetragener Elektroinstallateur digital über das Kundenportal ein. Im Angebot sollte deshalb stehen, dass der Betrieb diese Anmeldung übernimmt.

Ins Marktstammdatenregister, das Register der Bundesnetzagentur für alle Stromerzeuger, tragen Sie die Anlage binnen eines Monats nach der Inbetriebnahme ein (§ 5 Abs. 5 MaStRV). Versäumen Sie das, zahlen Sie dem Netzbetreiber 10 € je kW und Monat (§ 52 EEG). Die einzelnen Schritte erklärt der Ratgeber Photovoltaik anmelden in Berlin.

Bei mehr als 7 kW Leistung baut der Messstellenbetreiber ein Smart Meter mit Steuerbox ein (§ 29 Abs. 1 Nr. 2 b MsbG). Bis beides eingebaut und getestet ist, dürfen Anlagen, die ab dem 25. Februar 2025 in Betrieb gehen, höchstens 60 % ihrer Leistung einspeisen (§ 9 Abs. 2 EEG). Fragen Sie, wie die Anlage diese Grenze einhält und ob ein Energiemanager den Strom zuerst ins Haus oder in den Speicher lenkt.

Schreibtisch mit zwei Aktenordnern, aufgeklapptem Laptop, einem Blatt Papier und einer Brille

Wie vergleiche ich zwei Angebote?

Vergleichbar werden zwei Angebote erst, wenn sie dieselbe Modulleistung, dieselbe nutzbare Speicherkapazität und dieselben Posten enthalten. Rechnen Sie für beide den Preis je kWp aus, und was nur in einem steht, fragen Sie beim anderen nach.

Prüfen Sie dabei auch die Ertragsprognose, also die Strommenge, die der Anbieter für ein Jahr erwartet. Für ein Süddach in Berlin mit 35 Grad Neigung ergibt die EU-Datenbank PVGIS 1.049 kWh je kWp im Jahr (Abfrage 12. Oktober 2026). Ein Flachdach mit Ost-West-Aufständerung kommt auf 867 kWh je kWp auf der Ost- und 860 kWh auf der Westseite.

Liegt eine Prognose deutlich darüber, fragen Sie nach den Annahmen. Die Werte für weitere Ausrichtungen stehen im Ratgeber zum Solarertrag in Berlin. Haben Sie neben dem Kaufangebot ein Mietangebot, hilft der Vergleich von Miete und Kauf.

So schreiben wir unsere Angebote

Unsere Angebote führen jeden Posten der Prüfliste einzeln auf, mit Typ, Menge und Preis. Den Speicher geben wir mit nutzbarer Kapazität an, und die Anmeldung bei Stromnetz Berlin ist Teil des Angebots. Davor steht der erste Termin bei Ihnen oder per Video, und der ist kostenlos. Was dort besprochen wird, steht unter Beratung vor Ort.

Ein zweites Angebot zum Vergleich

Möchten Sie ein vorliegendes Angebot an einem zweiten messen, nennen Sie uns Anlagengröße, Speicher und Dachart daraus, dann rechnen wir mit derselben Ausgangslage. Die Eckdaten aus dem Angebot schicken Sie per Mail an kontakt@photovoltaik-anlage-berlin.de oder direkt über das Formular.

Häufige Fragen

Wie viel darf eine Photovoltaikanlage je kWp kosten?

Finanztip nennt als Faustregel höchstens 1.600 € je kWp ohne Speicher und höchstens 2.200 € je kWp mit Speicher (Stand Mai 2026). Kleine Anlagen liegen je kWp oft darüber, weil feste Kosten auf weniger Leistung entfallen.

Wie rechne ich den Preis je kWp aus?

Teilen Sie den Gesamtpreis durch die Modulleistung in kWp. Enthält das Angebot einen Speicher, teilen Sie dessen Preis zusätzlich durch die nutzbare Kapazität in kWh und vergleichen das Ergebnis mit höchstens 600 € je kWh.

Welche Posten gehören in ein Photovoltaik-Angebot?

Module, Wechselrichter, gegebenenfalls ein Speicher, Unterkonstruktion, Gerüst, Elektroarbeiten, Zählerschrank und Anmeldung sollten einzeln aufgeführt sein. Dazu gehören Angaben zu Smart Meter, Inbetriebnahme und Zahlungsplan. Fehlt etwas, fragen Sie nach und lassen sich die Antwort schriftlich geben.

Was ist der Unterschied zwischen Garantie und Gewährleistung?

Die Gewährleistung heißt im Gesetz Mängelansprüche und richtet sich gegen den Betrieb, der die Anlage gebaut hat. Sie gilt je nach Fall 2 oder 5 Jahre ab der Abnahme (§ 634a BGB). Eine Garantie gibt der Hersteller freiwillig, etwa auf die Leistung der Module oder die Restkapazität des Speichers.

Worauf achte ich beim Speicher im Angebot?

Entscheidend ist die nutzbare Kapazität, denn nur sie zeigt, wie viel Strom der Speicher abgeben kann. Teilen Sie den Speicherpreis durch diese Zahl und vergleichen Sie mit der Faustregel von höchstens 600 € je kWh. Außerdem sollte das Angebot Garantiedauer und Restkapazität am Garantieende nennen.

Wer meldet die Anlage bei Stromnetz Berlin an?

Die Anmeldung reicht ein bei Stromnetz Berlin eingetragener Elektroinstallateur über das Kundenportal ein. Ins Marktstammdatenregister tragen Sie die Anlage selbst ein, spätestens einen Monat nach der Inbetriebnahme. Das Angebot sollte festhalten, wer welchen Schritt übernimmt.

Was bedeutet ein auffällig niedriger Preis?

Er kann an einer großen Anlage liegen, die je kWp günstiger ist, oder daran, dass ein Posten fehlt. Prüfen Sie deshalb, ob Gerüst, Zählerschrank und Anmeldung enthalten sind, bevor Sie zwei Angebote gegeneinander stellen.

Wie prüfe ich die Ertragsprognose im Angebot?

Vergleichen Sie die erwartete Strommenge je kWp mit den PVGIS-Werten für Berlin. Ein Süddach mit 35 Grad Neigung kommt dort auf 1.049 kWh je kWp im Jahr, ein Ost-West-Flachdach auf 867 und 860 kWh je Seite. Liegt die Prognose deutlich höher, fragen Sie nach den Annahmen.

Gilt der Nullsteuersatz auch für den Speicher?

Ja, auf Anlage, Speicher und Montage an einem Wohnhaus fällt keine Umsatzsteuer an (§ 12 Abs. 3 UStG). Für Speicher ab 5 kWh nutzbarer Kapazität vermutet das Bundesfinanzministerium, dass die Voraussetzungen erfüllt sind. Ein Angebot an Privatleute sollte deshalb 0 % Umsatzsteuer ausweisen.

Was sollte zum Zählerschrank im Angebot stehen?

Ob der vorhandene Schrank bleiben kann oder erneuert werden muss, und wenn ja, zu welchem Preis. Eine Erneuerung gehört als eigener Posten ins Angebot, damit Sie sie mit anderen Angeboten vergleichen können.

Zwei Paar Hände über einem Dachplan mit eingezeichneten Modulflächen, daneben ein Tablet
Unverbindlich, Antwort am nächsten Werktag

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