So vergleichen Sie Miete und Kauf über die Laufzeit
Zählen Sie für beide Wege alle Zahlungen über denselben Zeitraum zusammen, am einfachsten über die Laufzeit des Mietvertrags. Diese Posten gehören in die Rechnung:
- Miete: Monatsrate mal zwölf mal Jahre der Laufzeit, dazu Einmalzahlungen und der Preis für die Übernahme am Ende, falls der Vertrag einen nennt.
- Kauf: Kaufpreis, dazu die Betriebskosten über dieselbe Zeit und der Ersatz von Teilen, die früher altern als die Module, vor allem Speicher und Wechselrichter.
- Kredit: Kaufpreis und Betriebskosten wie beim Kauf, dazu die Zinsen, die Ihnen die Bank für die gewählte Laufzeit nennt.
- Ertrag: Bei gleicher Anlage auf gleichem Dach ist der Strom in allen drei Fällen gleich. Verschieden ist nur, wer die Vergütung für den eingespeisten Teil erhält.
Für den Betrieb einer gekauften Anlage setzt das Fraunhofer ISE 1 bis 2 % der Anschaffungskosten im Jahr an (Stand 20. August 2026). Dazu gehören die Versicherung, für 10 kWp nach Finanztip knapp 50 bis 150 € im Jahr, und der Anteil am Smart Meter. Alle vier Jahre wird außerdem eine Wiederholungsprüfung empfohlen.
Beispiel. Ein Einfamilienhaus mit Süddach bekommt eine Anlage mit 10 kWp ohne Speicher. Gekauft kostet sie nach der co2online-Spanne 11.000 bis 15.000 €. Für den Betrieb rechnen wir mit 1 bis 2 % davon im Jahr, wie es das Fraunhofer ISE ansetzt. Als Vergleichszeitraum nehmen wir 20 Jahre, so lange wird die Einspeisevergütung nach dem EEG gezahlt, zuzüglich des Rests im Jahr der Inbetriebnahme.
Über diese 20 Jahre kommen auf den Kaufpreis damit 20 bis 40 % für den Betrieb hinzu. Danach gehört Ihnen die Anlage weiter, und das Fraunhofer ISE rechnet für Module mit 30 Jahren Lebensdauer. Die Mietseite rechnen Sie mit der Rate aus Ihrem Angebot, also Rate mal zwölf mal 20, dazu was der Vertrag am Ende verlangt. Enthält die Rate Versicherung und Wartung, rechnen Sie diese Posten auch beim Kauf ein, damit beide Seiten dasselbe enthalten.