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Nahaufnahme schwarzer Solarmodule, im Glas spiegeln sich Wolken
Solaranlagen mit Speicher

Photovoltaik-Ertrag in Berlin: wie viel Strom ein kWp im Jahr liefert

Wie viel Strom eine Solaranlage in Berlin erzeugt, hängt vor allem von Ausrichtung und Neigung des Daches ab. Ein Süddach mit 35 Grad Neigung bringt rund 1.049 kWh je kWp im Jahr.

oder per E-Mail: kontakt@photovoltaik-anlage-berlin.de

Eine Photovoltaikanlage auf einem Berliner Süddach mit 35 Grad Neigung erzeugt im Jahr rund 1.049 kWh je kWp, also je Kilowatt Spitzenleistung der Module unter Prüfbedingungen. Eine Anlage mit 10 kWp kommt damit auf rund 10.490 kWh. Ost-West-Dächer, flache Neigungen und Schatten senken den Wert, und im Winter kommt nur ein kleiner Teil des Jahresertrags vom Dach.

Die Zahlen stammen aus unserer eigenen Abfrage bei PVGIS, dem Rechenmodell der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU-Kommission, für den Standort Berlin-Mitte. Für Ihr eigenes Dach zählen danach vor allem Ausrichtung, Neigung und Schatten.

Wie viel Strom erzeugt eine PV-Anlage in Berlin?

Je nach Ausrichtung und Neigung erzeugt eine Anlage in Berlin zwischen 823 und 1.049 kWh je kWp im Jahr. Die Übersicht enthält alle Varianten unserer Abfrage vom 12.10.2026, jeweils für 1 kWp ohne Verschattung.

Ausrichtung und Neigung Ertrag je kWp im Jahr Juni Dezember Einstrahlung auf die Module je m² und Jahr
Süd, 35° 1.049 kWh 133 kWh 27 kWh 1.312 kWh
Süd, 45° 1.049 kWh 126 kWh 30 kWh 1.309 kWh
Süd, 25° 1.026 kWh 136 kWh 24 kWh 1.286 kWh
Süd, 15° 980 kWh 137 kWh 19 kWh 1.233 kWh
Südost, 35° 995 kWh 132 kWh 22 kWh 1.246 kWh
Südwest, 35° 976 kWh 130 kWh 22 kWh 1.228 kWh
Ost und West, 10° (Flachdach) 867 und 860 kWh 133 kWh 12 kWh 1.104 und 1.098 kWh
Ost und West, 30° 845 und 823 kWh 127 und 125 kWh 12 kWh 1.071 und 1.052 kWh
waagerecht 870 kWh 134 kWh 11 kWh 1.109 kWh

Quelle: PVGIS 5.3, Gemeinsame Forschungsstelle (JRC) der EU-Kommission, Strahlungsdaten SARAH3 2005 bis 2023, Standort 52,52° Nord und 13,405° Ost, 1 kWp, 14 % Systemverluste, freistehende Montage, abgerufen am 12.10.2026.

Zwischen 25 und 45 Grad Neigung ändert sich der Jahresertrag eines Süddachs kaum, die Himmelsrichtung wirkt deutlich stärker. Ein Ost-West-Dach mit 30 Grad liefert 823 bis 845 kWh je kWp und damit gut 200 kWh weniger als ein Süddach.

So haben wir den Ertrag berechnet

PVGIS rechnet aus Satellitendaten der Jahre 2005 bis 2023 Stunde für Stunde, wie viel Sonne auf eine geneigte Modulfläche fällt und wie viel Strom daraus wird. Angesetzt haben wir 1 kWp mit 14 % Systemverlusten für Leitungen, Wechselrichter und Verschmutzung, freistehend montiert und damit gut hinterlüftet.

Liegen die Module dachparallel, werden sie im Sommer wärmer, und der Ertrag fällt etwas niedriger aus. Das Rechenwerkzeug PVGIS steht jedem offen, der sein Dach mit eigenen Angaben durchrechnen möchte.

Welche Ausrichtung bringt in Berlin am meisten Strom?

Am meisten Strom bringt in Berlin ein Süddach mit 35 bis 45 Grad Neigung, nämlich 1.049 kWh je kWp im Jahr. Dicht dahinter liegen Südost mit 995 und Südwest mit 976 kWh, beide mit 35 Grad Neigung.

Ein Satteldach mit dem First in Nord-Süd-Richtung hat je eine Seite nach Osten und nach Westen. Mit 30 Grad Neigung bringt die Ostseite 845 und die Westseite 823 kWh je kWp, und die Anlage liefert vom Morgen bis zum späten Nachmittag Strom. Wie wir ein Satteldach belegen und die Anlage nach Ihrem Verbrauch auslegen, steht auf der Seite zur Photovoltaik für Einfamilienhäuser.

Auf dem Flachdach kommen waagerechte Module auf 870 kWh, eine Ost-West-Aufständerung mit 10 Grad auf 863 kWh und eine Südaufständerung mit 15 Grad auf 980 kWh je kWp. Waagerecht verlegte Module spült der Regen kaum ab, deshalb werden sie meist leicht geneigt aufgestellt. Warum Ost-West dort trotz des geringeren Werts je kWp mehr Module aufs Dach bringt, erklärt die Seite Photovoltaik auf dem Flachdach in Berlin.

Kleines Siedlungshaus mit steilem Satteldach und Solarmodulen, im Garten Obstbaum und Gartenhaus

Sommer und Winter: Juni und Dezember im Vergleich

Einstrahlung auf Berliner Dächern

Auf Berliner Dächern kommen im Mittel 1.032 kWh Sonnenenergie je Quadratmeter und Jahr an, so der Umweltatlas Berlin. Einstrahlung ist die Energie, die auf eine Fläche trifft, der Ertrag dagegen der Strom, den die Module daraus erzeugen.

In den Mittelwert gehen auch verschattete und ungünstig geneigte Dachflächen ein, deshalb liegt er unter den 1.312 kWh, die PVGIS für ein freies Süddach mit 35 Grad Neigung angibt. Unter Wald und dichtem Baumbestand sinkt die Einstrahlung auf Dächern bis auf 250 bis 300 kWh je Quadratmeter.

Für den Ertrag zählt die Einstrahlung in kWh je Quadratmeter, und die oft genannte Zahl der Sonnenstunden sagt darüber wenig. Auch bei bedecktem Himmel erzeugen die Module aus dem gestreuten Licht Strom, nur eben weniger.

Schatten von Bäumen, Nachbarhäusern und Aufbauten

Schatten kostet oft mehr Ertrag, als die beschattete Fläche vermuten lässt, weil Module in Strängen hintereinander geschaltet sind. Ein Strang ist eine Reihe von Modulen, durch die derselbe Strom fließt, und ein verschattetes Modul begrenzt ohne Gegenmaßnahme den Strom der ganzen Reihe.

Verschattete Dachteile planen wir deshalb auf einen eigenen Eingang des Wechselrichters, setzen dort Optimierer ein, also kleine Regler an jedem Modul, oder lassen die Fläche frei. Wie viel Schatten im Jahreslauf auf Ihr Dach fällt, zeigt der Solarrechner Berlin des Senats, dessen Solarkataster den Stand November 2025 hat und die Verschattung Monat für Monat berücksichtigt. Im ersten Termin gleichen wir diese Werte mit dem Blick vom Dach ab, denn Bäume wachsen und Nachbarhäuser werden aufgestockt.

Wie prüfe ich den Ertrag meiner Anlage?

Teilen Sie den Jahresertrag durch die Leistung der Anlage in kWp und vergleichen Sie das Ergebnis mit dem Wert aus der Tabelle für Ihre Ausrichtung. Den gesamten Ertrag zeigt der Wechselrichter oder seine App, während der Zweirichtungszähler nur misst, was ins Netz geht.

Ein einzelnes Jahr kann wetterbedingt vom Mittel abweichen, deshalb sind zwei oder drei Jahre im Vergleich aussagekräftiger. Mit dem Alter verlieren Module langsam an Leistung, nach Messungen des Fraunhofer ISE an 44 Aufdachanlagen um rund 0,15 % im Jahr. Bei Modulen mit mindestens 25 Grad Neigung kostet Schmutz meist nur 1 bis 2 % Ertrag, weil der Regen sie reinigt.

Liegt Ihre Anlage über mehrere Jahre deutlich unter dem Vergleichswert, ohne dass Schatten das erklärt, lohnt eine Prüfung im Rahmen der Wartung Ihrer Photovoltaikanlage.

Beispiel: Süddach und Ost-West-Dach im Vergleich

Beispiel. Zwei Einfamilienhäuser in Lichtenrade bekommen je 8 kWp, das eine auf einem Süddach mit 35 Grad, das andere auf einem Ost-West-Dach mit 30 Grad und je 4 kWp pro Seite. Das Süddach erzeugt nach PVGIS rund 8.390 kWh im Jahr (8 × 1.049 kWh), das Ost-West-Dach rund 6.670 kWh (4 × 845 + 4 × 823 kWh).

Im Juni liegen beide fast gleichauf, mit rund 1.060 und 1.010 kWh (8 × 133 sowie 4 × 127 + 4 × 125 kWh). Im Dezember liefert das Süddach rund 220 kWh, das Ost-West-Dach rund 100 kWh (8 × 27 und 8 × 12 kWh). Der Unterschied von rund 1.700 kWh im Jahr entsteht also außerhalb des Hochsommers.

Was diese Strommengen in Euro bedeuten, rechnet der Ratgeber Lohnt sich Photovoltaik noch? mit Strompreis und Einspeisevergütung vor.

Was wir bei der Ertragsplanung übernehmen

Für jedes Angebot rechnen wir den Ertrag jeder Dachfläche einzeln mit PVGIS, mit der tatsächlichen Ausrichtung und Neigung. Den Schatten prüfen wir im Solarrechner und beim ersten Termin am Dach und planen die Stränge danach. Im Angebot steht der erwartete Jahresertrag als Zahl, damit Sie ihn später mit der Anzeige des Wechselrichters vergleichen können.

Möchten Sie wissen, wie viel Strom Ihr Dach liefert, schicken Sie uns Adresse, Dachneigung und ein Foto der Dachfläche an kontakt@photovoltaik-anlage-berlin.de. Den ersten Termin vereinbaren Sie über das Formular auf dieser Seite.

Häufige Fragen

Wie viel Strom erzeugt eine 10-kWp-Anlage in Berlin?

Auf einem Süddach mit 35 Grad Neigung sind es rund 10.490 kWh im Jahr, gerechnet mit 1.049 kWh je kWp nach PVGIS. Auf einem Ost-West-Flachdach mit 10 Grad Neigung kommen rund 8.630 kWh zusammen. Schatten und dachparallele Montage ziehen davon noch etwas ab, starker Schatten auch deutlich mehr.

Wie viele kWh pro kWp sind in Berlin normal?

Süddächer mit 25 bis 45 Grad Neigung erzeugen in Berlin nach PVGIS 1.026 bis 1.049 kWh je kWp im Jahr. Südost und Südwest mit 35 Grad kommen auf 995 und 976 kWh, Ost-West-Dächer je nach Neigung auf 823 bis 867 kWh. Liegt Ihre Anlage über mehrere Jahre deutlich darunter, sollte sie geprüft werden.

Welche Neigung bringt in Berlin am meisten Strom?

Nach Süden ausgerichtet liegen 35 und 45 Grad gleichauf bei 1.049 kWh je kWp im Jahr. Flachere Module liefern im Sommer etwas mehr und im Winter weniger, steilere umgekehrt. Mit 15 Grad Neigung sind es im Jahr noch 980 kWh je kWp.

Wie viel bringt eine Ost-West-Anlage in Berlin?

Mit 10 Grad Neigung auf dem Flachdach erzeugt sie rund 863 kWh je kWp im Jahr, mit 30 Grad auf dem Satteldach 823 bis 845 kWh. Ein Süddach mit 35 Grad bringt 1.049 kWh. Dafür verteilt sich der Strom einer Ost-West-Anlage über Vormittag und Nachmittag, was zu einem Verbrauch am Morgen und am Abend passt.

Wie viel Strom erzeugt eine PV-Anlage im Winter?

Im Dezember erzeugt ein Süddach mit 35 Grad Neigung in Berlin rund 27 kWh je kWp, im Juni dagegen 133 kWh. Ost-West-Dächer mit 10 Grad und waagerechte Module kommen im Dezember nur auf 12 und 11 kWh je kWp. Wer im Winter viel Strom braucht, etwa für eine Wärmepumpe, deckt deshalb nur einen kleinen Teil davon mit dem eigenen Dach.

Woher stammen die Ertragswerte für Berlin?

Aus unserer Abfrage vom 12.10.2026 bei PVGIS, dem Rechenmodell der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU-Kommission, für den Standort Berlin-Mitte. Grundlage sind Satellitendaten der Jahre 2005 bis 2023, gerechnet für 1 kWp mit 14 % Systemverlusten und freistehender Montage.

Wie stark lässt die Leistung der Module mit den Jahren nach?

Das Fraunhofer ISE hat an 44 Aufdachanlagen im Mittel rund 0,15 % Verlust im Jahr gemessen. Nach zehn Jahren liefert eine Anlage damit rund 1,5 % weniger als im ersten Jahr. Die Hersteller geben auf die Leistung üblicherweise 25 bis 30 Jahre Garantie, bezogen auf 80 bis 90 % der Anfangsleistung.

Wie prüfe ich, ob meine Anlage genug Strom erzeugt?

Den Jahresertrag aus dem Wechselrichter teilen Sie durch die Leistung in kWp und vergleichen das Ergebnis mit dem PVGIS-Wert für Ihre Ausrichtung. Weil ein einzelnes Jahr wetterbedingt schwankt, sind mehrere Jahre aussagekräftiger. Bleibt der Wert ohne erkennbaren Schatten deutlich darunter, sollte ein Fachbetrieb Module, Leitungen und Wechselrichter prüfen.

Wie finde ich heraus, wie viel Sonne mein Dach bekommt?

Der Solarrechner Berlin des Senats zeigt für einzelne Dachflächen, wie viel Sonne ankommt und wie viel davon Bäume und Nachbarhäuser abschatten. Grundlage ist das Solarkataster mit Stand November 2025. Im ersten Termin gleichen wir das mit der Lage am Dach ab.

Verringert die 60-Prozent-Grenze meinen Ertrag?

Neue Anlagen unter 100 kW ohne Smart Meter und Steuerbox, die ab dem 25. Februar 2025 in Betrieb gegangen sind, dürfen höchstens 60 % ihrer Leistung einspeisen. Betroffen sind nur Stunden, in denen die Anlage mehr erzeugt, als im Haus gerade verbraucht oder gespeichert wird, also vor allem sonnige Mittage. Wie viel dadurch verloren geht, hängt von Ausrichtung, Verbrauch und Speicher ab.

Zwei Paar Hände über einem Dachplan mit eingezeichneten Modulflächen, daneben ein Tablet
Unverbindlich, Antwort am nächsten Werktag

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